Weitzmann Weinlexikon

Ruby Cabernet


Ruby Cabernet

Die rote Rebsorte ist eine Neuzüchtung zwischen den Sorten Carignan und Cabernet Sauvignon.
Die Kreuzung erfolgte im Jahre 1949 durch Dr. Harold P. Olmo an der University of California.

Das Hauptziel von Dr. Olmo war, eine für die heißen Regionen in Kalifornien geeignete Sorte für die Produktion bordeauxähnlicher Weine zu entwickeln. Die ertragreiche Rebe hat dann aber in der

Praxis bewiesen, dass sie auch für kühlere Gegenden geeignet ist.

In Kalifornien belegt sie heute rund 3.000 Hektar Rebfläche, weitere Bestände gibt es in
Argentinien, Australien, Chile und in Südafrika.

Diesen ansprechenden trockenen Roten wird man in Europa lange suchen, sehr charmant und

beschwingt mit milder, weicher, einschmeichelnder Frucht, Aromen von Brombeeren und Vanille,
wenig Gerbsäure. Den trinkt man gern in großen Schlucken

Der Grund dieser guten Eigenschaften liegt eben an den klimatischen Verhälltnissen in Kalifornien:
Warme Sommer - Lange Sonnenscheindauer - Milde Winter - Moderate Niederschläge

Kalifornien hat sich damit zum bekanntesten Weinanbaugebiet Amerikas gemausert. Wer hat nicht
schon den Namen Napa Valley gehört? Herrliche Zinfandel, wie von Stonehedge, etwa im Cuvée
mit Cabernet Franc, finden von hier ihren Weg in alle Welt. Weltweit führende Sorten wie Merlot, Cabernet Sauvignon oder Sangiovese werden im Barrique zun Spitzenweinen ausgebaut, oft mit
europäischem know-how, wie etwa in der Region um Monterey durch das Vorzeigeweingut Château
Julien, das in seiner gesamten Palette mittlerweile eine außerordentliche Qualität aufweist.

Oder die würzigen, vielschichtigen Syrah von den Duncan Hills, z.B. gekeltert von H. Phillips.
Tiefe, reife Weine, die überall ihre Liebhaber gefunden haben, so wie eben auch der Ruby Cabernet.