Weitzmann Lexikon

Nonnenfürzle


Nonnenfürzle


Weitere Bezeichnungen:

Allgäuer Nonnenfürzle

Nonnenfürzle sind nichts „Anrüchiges“, sondern sehr feine, luftige Brandteigkrapfen – also eine

süße Nascherei. Nonnenfürzle werden als „all-round-Nachspeise“ nicht nur mit Puderzucker
serviert, sondern auch auf Kirschen, mit Vanille-Sauce oder ganz individuell nach Geschmack,
mit anderen Früchten und Saucen.

Die Herkunftsgeschichte des Nonnenfürzle ist nicht eindeutig geklärt. Jedoch zeugt die Existenz
zweier unterschiedlicher, plausibler Varianten von der Beliebtheit des leckeren Gebäcks.

In einem Punkt jedoch haben die Geschichten einen gleichen Kern:
Das Nonnenfürzle hieß nicht immer so...

Glaubt man der blumiger beschriebenen Geschichte, müsste das duftige Gebäck eigentlich
korrekterweise „Nonnenfürtchen“ heißen. Das leitet sich von dem mitteldeutschen Wort
„Nunnekenfurt“ ab und bedeutet soviel wie „von den Nonnen am besten zubereitet“.
Im Laufe der Zeit wurde aus dem Nonnenfürtchen, vielleicht auch aufgrund der Form des
leckeren Gebäcks, der nicht ganz so salonfähige, aber heute überall gebräuchliche Name.

Wen wundert es, dass sich seither allerlei Legenden um ihn rankten. Eine der bekanntesten
Geschichten ist wohl die des alten Domherren und Feinschmeckers, der sich bei einem Essen
schmunzelnd das größte Stück der duftenden Köstlichkeiten heraus gegriffen haben soll,
mit den Worten: „Ich nehme das von der Oberin“.

Nach anderen Informationen hat man das Gebäck ursprünglich gefüllt. Der Name wurde von
„Färzen“ bzw. „Farce“ abgeleitet, was Füllung bedeutet – und schon war das „Nonnenfärzen“
geboren. Im Laufe der Zeit ließ man bei den die „Nonnenfärzen“ die Füllung weg. Ein neuer
Name musste her und ein findiger Baden-Württemberger kam auf „Nonnenfürzle“ –
eben doch nur Luft.

(Quelle: Museum der Brotkultur Ulm)

Nonnenfürzle sind zwar in Baden-Württemberg das ganze Jahr über sehr beliebt, ganz besonders

aber bei den Narren während der Fastnachtstage in Baden-Württemberg. Während dieser Zeit
stehen die Nonnenfürzle in der Beliebtheit den Fasnets- und Apfelküchle, Fasnets-Dinnele
(eine Art Flammkuchen) oder Mehlsuppe in nichts nach.

Nonnenfürzle genießt man als köstliche Süßspeise mit Puderzucker oder ganz nach

Belieben mit einer anderen Beilage.Beeren im Mixer pürieren.Mit Zitronensaft und Zucker in
einem Topf zum Kochen bringen. Wein oder Saft mit Speisestärke verquirlen, zum Püree gießen,
einmal aufkochen lassen, abschmecken.

(Quelle: www.brunchrezepte.de)

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