Weitzmann Lexikon

Kracherle


Kracherle


Weitere Bezeichnungen:

geröstete Weißbrotwürfel
Brotcrouton
Croutons

Das typische Kracherle stellt man aus gewürfeltem und anschließend geröstetem Weißbrot oder anderen hellen Brotsorten her. Die Bezeichnung Croutons steht üblicherweise immer für

in Butter oder Schmalz gebackenen Weißbrotstücken.

Man schneidet ein Weißbrot in gleichmäßige dicke Scheiben und schneidet oder sticht Vierecke, Würfel, Dreiecke und Kreise aus. Die Stücke werden dann in heißer Butter auf beiden Seiten
in offener Pfanne schnell gebacken. Die Kracherle sind dann richtig, wenn sie außen knusprig
und innen noch weich sind. Größere Kracherle eignen sich hervorragend als Basis für kleine
Fleischgerichte.

Sehr dekorativ sind Kracherle auch als Elemente auf garnierten Platten eines
Buffets. Der Geschmack der kleinen Würfel kann je nach Vorliebe variieren.

Das ursprüngliche, typische Aroma ist das reine Butter-Aroma, das durch das Ausbacken entsteht.
Man kann Kracherle aber nach Belieben beispielsweise mit Kräutern oder Knoblauch würzen
und verfeinern, so dass immer neue, abwechslungsreiche Geschmacksrichtungen entstehen.


In der Not ist der Mensch erfinderisch. Auch bei den Kracherle standen vermutlich die Not

und die Sparsamkeit Pate. Lebensmittel waren früher sehr teuer und Brot allemal. Es war eine
Todsünde mit Essen verschwenderisch umzugehen.

Daher suchten die Menschen nach weiteren Verwendungsmöglichkeiten für altes, trockenes und nicht mehr frisches Brot. So entstand wahrscheinlich auch das Kracherle.

Original Kracherle werden normalerweise aus Kastenweißbrot hergestellt. Um Weißbrot seinen

vollen Geschmack zu geben, verwendet man bei der Herstellung sowohl Weizen- als auch Roggenmehl. Sandwich- und sandwichbrotähnliche Backerzeugnisse (Toastbrot) werden wie Weißbrot
hergestellt, jedoch ohne Zusatz von Roggenmehl.

Je nach Geschmack kann man Kracherle aber auch aus anderen Brotsorten, wie Schwarzbrot

oder anderen Sorten herstellen. Bei den Variationen der leckeren „Knabberei“ sind der Fantasie
keine Grenzen gesetzt.

Aufgrund ihrer knackigen und leichten Art kann man sie besonders zu Salaten

genießen, aber auch zum Garnieren von Gemüse und Fleisch.