Weitzmann Lexikon

Kartoffelsalat


Kartoffelsalat

Kartoffelsalat ist ein unabdingbares Muß in der schwäbischen Küche. Voraussetzung ist allerdings,
der Kartoffelsalat muß auf die typisch schwäbische Art angemacht und abgeschmeckt sein: 

Mit festkochenden Salatkartoffeln, in hauchdünne Scheiben (Rädle) geschnitten, angemacht mit etwas Zwiebel, warmer Fleischbrühe, Essig und Öl, abgeschmeckt mit Salz und Pfeffer und gut durchgezogen. Der gute Kartoffelsalat darf eher soichnass als furzdrogga sein.

Schwaben sind Liebhaber der eher nasseren Beilagen, alles muss in einer Briah (Brühe) oder einem
Seesle (Sößle) eingetunkt (eidôngd) oder eingebrockt (eibroggeld) werden. Keine Suppe ohne ein
Stück Brot, auch kein Rest an Bratensoßse. Der wird zudem gerne mit Kartoffelsalat vermischt genossen. Das sieht dann zwar optisch äußerst zweifelhaft aus, schmeckt aber unvergleichlich. 

Vorausgesetzt, der Kartoffelsalat ist auf die typisch schwäbische Art angemacht: 
Mit festkochenden Salatkartoffeln, in hauchdünne Rädle (Scheiben) geschnitten, angemacht mit etwas Zwiebel, warmer Fleischbrühe, Essig und Öl, abgeschmeckt mit Salz und Pfeffer und gut durchgezogen. Der guter Kartoffelsalat darf eher soichnass (sehr feucht) als furzdrogga (sehr trocken) sein.

Da man zum sonntäglichen Schweinebraten mit Spätzle auch Kartoffelsalat braucht, gießt man
etwas vom warmen Spätzlewasser über die Kartoffeln, damit dieser noch glänzender wird.

Die Schwaben lieben den Kartoffelsalat frisch, weil er so am besten schmeckt.

Kartoffelsalat ist auch ein beliebtes Samstags- oder Heilig-Abend-Essen. Jeder bekommt eine
große Portion auf den Teller und man isst dazu gibt es Saitenwürstle. Für alle Nicht-Schwaben:

Letzteres ist eine Kochwurst, die den Wiener Würstchen ähnelt. Eine andere kulinarische Variante
ist der Heringssalat, zubereitet mit Roter Bete.

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