Faberrebe
Die weiße Rebsorte ist eine Neuzüchtung zwischen Weißer Burgunder x Müller-Thurgau.
Die Kreuzung erfolgte im Jahre 1929 durch Georg Scheu (1879-1949) an der Landesanstalt für Rebenzüchtung in Alzey (Rheinland-Pfalz). Der Sortenschutz wurde im Jahre 1967 vergeben.
Während des 1. Weltkriegs, im Jahr 1916, gelang dem Rebenzüchter Georg Scheu in der Landesanstalt
für Rebenzüchtung Alzey mit seinem 88. Sämling einer Kreuzungsserie aus Riesling und Silvaner die überzeugende Neuzüchtung Scheurebe. Seine zweite aus vielen erfolgreichen Züchtungen war
danach die Faberrebe.
Mit dem Namen Faber (lat. Schmied) wurde der erfolgreiche Versuchs-Ansteller Karl Schmitt
aus Landau geehrt. Die früh reifende, ertragreiche Rebsorte ist etwas anfällig für Stiellähme.
In Deutschland belegt sie rund 1.300 Hektar Rebfläche, davon über 1.000 im Anbaugebiet Rheinhessen.
In kleinem Umfang ist sie auch in England vertreten. Der hell- bis goldgelbe Wein hat ein fruchtiges, dezent muskatiges Bouquet und einen frischen Geschmack mit stabiler Säure. Die Sorte bringt frische, elegante Weine mit dezentem und leichten Bukett, traditionelle Art, Potential zu hoher Reife vorhanden.
Die Sorte ist auch gut für Spätlesen geeignet.