Weitzmann Lexikon

Apfelküchle

Apfelküchle

Apfelküchle sind in ganz Baden-Württemberg – nicht nur zur Fastenzeit – ein sehr beliebtes Gebäck.

Schon in der Antike haben die Menschen unterschiedliche Lebensmittel in Teig getaucht und in Fett ausgebacken. Wann genau das Apfelküchle erfunden wurde, ist aber nicht überliefert.

Seit jeher verzehren die Baden-Württemberger ihre Apfelküchle am „schmotzigen Donnerschtag“,
dem Donnerstag vor Rosenmontag. „Schmotzig“ bedeutet hier „fettig“ – entsprechend kalorienhaltig
ist das gold-gelbe Schmalzgebäck.


Traditionell zubereitet sind die Apfelküchle so nahrhaft, dass sie durchaus eine Hauptmahlzeit
sein können. Erst die richtigen Zutaten machen aus dem eher rustikalen Genuss ein edles Dessert:
Köche aus Baden-Württemberg flambieren sie gerne mit Grand Manier oder Rum und reichen
Apfelküchle als „Apfelbeignet“ mit einem Bällchen Vanilleeis.


Apfelküchle sind ganz besonders in der Fastenzeit ein „Muss“. Außerdem gehören sie zu jeder süddeutschen Kirchweih. Mittlerweile sind sie das ganze Jahr über fester Bestandteil der
baden-württembergischen Küche, als Hauptmahlzeit und als Dessert.

Schon Ende des 18. Jahrhunderts verfeinerten baden-württembergische Hausfrauen Gerichte wie
Strudel und Schmalzgebackenes mit einer besonderen Sauce. Die fast in Vergessenheit geratene Chaudeausauce wurde gerne auch zu den Apfelküchle serviert.

Der Begriff stammt aus dem französischen und bedeutet „heißes Wasser“.
Wie diese Bezeichnung entstand, ist nicht genau bekannt, denn die Chaudeausauce
ist keineswegs ein wässriges Etwas

<<< Hier geht es zu
<<< unserer Bierseite: